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Stressmanagement

Inhalte der Ausbildung Stressmanagement

An dieser Stelle sollten wir zunächst auf den Begriff Stress eingehen: Stress ist eine natürliche Reaktion von Körper und Geist auf herausfordernde Situationen, innere oder äußere Reize (Stressoren), die als Überlastung empfunden werden. Er versetzt den Organismus in Alarmbereitschaft, schüttet Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus, steigert kurzfristig die Leistungsfähigkeit (Eustress), kann bei Dauerbelastung (Distress) jedoch krank machen.

Wichtige Fakten zu Stress sind:

  1. Arten von Stress:
    - Positiver Stress (Eustress): Motivierend, leistungssteigernd, kurzfristig.
    - Negativer Stress (Distress): Überfordernd, führt zu Angst, Wut oder Hilflosigkeit.
  2. Ursachen (Stressoren): Zeitdruck, Konflikte, Lärm, Überforderung, finanzielle Sorgen, drohender Jobverlust oder Krankheit.
  3. Körperliche Reaktion auf Stress: Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, Blutdruck und Blutzuckerspiegel steigen, Muskeln spannen sich an
  4. Folgen von Dauerstress: Kann zu chronischer Erschöpfung, Burnout, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und einem geschwächten Immunsystem führen.
  5. Bewältigung: Aktive Entspannung, Stressabbau durch Sport, soziale Kontakte oder Anpassung der Lebensumstände.

 

WICHTIG: Dauerhafter Stress ohne ausreichende Erholung führt zur Überlastung, weshalb präventive Maßnahmen essentiell sind, um die langfristige Leistungsfähigkeit und Gesundheit zu erhalten.

Die Ausbildung Stressmanagement besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus der Ausbildung „Entspannungspädagogik“ und zum anderen aus der Ausbildung „Burnout-Prävention“.

Beginnen wir mit der Ausbildung „Burnout-Prävention: In der Ausbildung werden Maßnahmen zur Vermeidung emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung durch chronischen Stress beschrieben. Sie zielt darauf ab, Stressoren frühzeitig zu erkennen, zu bewältigen und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Erholung zu schaffen. Inhalte sind Stressmanagement, Selbstfürsorge, Sport und die Stärkung sozialer Kontakte.

Wichtige Maßnahmen zur Burnout-Prävention:

  • Stressmanagement und Verhaltensänderung: Erlernen von Entspannungstechniken (Yoga, Meditation, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung).
  • Änderung der Arbeitsweise: Aufgaben nacheinander bearbeiten, Prioritäten setzen, Perfektionismus ablegen und Nein-Sagen (!) lernen.
  • Abgrenzung: Ständige Erreichbarkeit vermeiden, klare Trennung zwischen Berufs- und Privatleben.
  • Gesunder Lebensstil: Ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung.
  • Soziales & Auszeiten: Positive Kontakte pflegen, Hobbys nachgehen und bewusste Pausen im Alltag einlegen.
  • Im Arbeitsumfeld: Klare Kommunikation, Feedbackgespräche und Unterstützung im Team nutzen.

 

Der zweite Teil der umfangreichen Ausbildung „Stressmanagement“ ist die Ausbildung „Entspannungspädagogik“: Eine Entspannungspädagogin/ein Entspannungspädagoge hilft aktiv gegen Stress, indem bewährte Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung (PMR), Autogenes Training, Atemübungen und Achtsamkeitsübungen vermittelt und eingeübt werden. Durch Anleitung zur Körperwahrnehmung, Stressmanagement-Training und gezielte Entspannungstechniken (auch Kurzformen für den Alltag) werden Verspannungen gelöst, das Nervensystem reguliert und die Resilienz gestärkt.

Der Einsatz von Entspannungsverfahren wie das Autogene Training (nach Schultz) und die Progressive Muskelrelaxation (nach Jacobson) sind dabei wichtige Grundlagen zur Stärkung eigener Ressourcen und Kompetenzen aller Klienten, die dabei helfen, einen souveränen Umgang mit Stress bzw. Stresssituationen und den gestiegenen Anforderungen des Alltags im Beruf zu entwickeln.

Entspannungstechniken sind:

  • Die Progressive Muskelentspannung (PMR): Bewusstes An- und Entspannen von Muskelgruppen, ideal zum Lösen körperlicher Verspannungen.
  • Das Autogenes Training (AT): Gedankliche Konzentration auf Körperteile zur positiven Beeinflussung des vegetativen Nervensystems.
  • Atemtherapie/Atemübungen: Atemtechniken (z.B. 4-7-8-Atmung) zur schnellen Beruhigung bei akutem Stress.
  • Meditation & Achtsamkeit (MBSR): Förderung der Wahrnehmung im Hier und Jetzt zur Reduktion von Gedankenkarussells.

 

Fassen wir zusammen:

Der Alltag vieler Menschen ist heutzutage von Hektik und Stress überladen, sodass sie im Ergebnis immer häufiger nicht in der Lage sind, ihren Alltag in einer gesunden Balance zu halten und neben dem Beruf ausreichend (Aus‐)Zeit für sich zu finden. Deshalb nehmen immer mehr Menschen – aber auch zunehmend Unternehmen – die Beratung und Unterstützung eines/r Entspannungspädagogen/in in Anspruch, um neue Möglichkeiten der Stressbewältigung zu finden.

Der Einsatz von Entspannungsverfahren wie das Autogene Training (nach Schultz) und die Progressive Muskelrelaxation (nach Jacobson) sind dabei wichtige Grundlagen zur Stärkung eigener Ressourcen und Kompetenzen Ihrer Klienten, die dabei helfen, einen souveränen Umgang mit Stress bzw. Stresssituationen und den gestiegenen Anforderungen des Alltags im Beruf zu entwickeln.

Zielgruppe des Fernlehrgangs

Die Lerninhalte sind darauf ausgerichtet, Stresssymptome zu erkennen und mithilfe von praktikablen Strategien das Stressverhalten bewusst zu steuern sowie einem Burnout aktiv vorzubeugen und dadurch andere bei der Stressbewältigung zu unterstützen.
Der Lehrgang ist vor allem als Zusatzqualifikation für Personengruppen interessant, die in ihrem beruflichen Umfeld einen aktiven Beitrag zur Stressbewältigung und Burnout-Prävention leisten wollen. Wir nennen in besonderer Weise:

  • Angehörige pädagogischer, sozialer, psychologischer oder medizinischer Berufe (als Zusatzqualifikation)
  • Psychologische Berater/innen, Psycholog/innen, Psychotherapeut/innen
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflege- und Betreuungsdiensten
  • (Betriebs-) Ärzte

 

Aus unserer Sicht ist diese solide Ausbildung eine sichere Investition in die Zukunft, weil

  • die Absolventinnen und Absolventen des Fernlehrgangs ein fundiertes Verständnis für die Entstehung und Dynamik von Stress entwickeln. Sie lernen, Stresssymptome zu erkennen und mithilfe von praktikablen Strategien das Stressverhalten bewusst zu steuern, einen Burnout aktiv vorzubeugen und dadurch andere bei der Stressbewältigung zu unterstützen.
  • der Bedarf an Fachleuten in vielen Einrichtungen stetig ansteigt. Frei- und hauptberuflichen Entspannungspädagogen/innen mit dem Schwerpunkt „Stressmanagement“ können sich in vielen Bereichen verwirklichen und mit individuellen Angeboten ein großes Publikum ansprechen.
  • zunehmend auch Einzelsitzungen nachgefragt werden, in denen passgenaue und nachhaltige Lösungen erarbeitet und auf die Klientin/ den Klienten zugeschnitten werden können.
  • auch im betrieblichen und arbeitsweltlichen Kontext erfahrungs- und erlebnisorientierte Anforderungen realisiert werden, in denen die entspannungspädagogische Arbeit zur Teamentwicklung an Bedeutung gewinnt. So können Kursangebote für Firmen und Teams im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements angeboten werden, die gerne genutzt werden und immer häufiger ein wichtiger Bestandteil der innerbetrieblichen Personalentwicklung ist.

 

Der Bedarf an Gesundheitsmaßnahmen, wie es das Autogene Training, die Progressive Muskelentspannung und andere Entspannungsmethoden in der Entspannungspädagogik im Rahmen der Stressbewältigung darstellen, steigt enorm. Die Gründe dafür sind der zunehmende Stress und die resultierende Belastung für den Einzelnen und das Bestreben weiter Teile der Bevölkerung nach Gesunderhaltung im Berufsleben, aber auch im familiären und privaten Umfeld.

Entspannungspädagogen mit dem Schwerpunkt Stressmanagement arbeiten präventiv in Wirtschaftsunternehmen, Kliniken, Reha-Einrichtungen, Schulen und Beratungsstellen, überwiegend als selbstständige Kursleiter. Die Nachfrage ist aus unserer Sicht beträchtlich und wird in Zukunft noch mehr nachgefragt sein.